Hallo,
ich würde die Eingewöhnung an den Rolli ganz langsam und positiv angehen. Lass deinen Hund den Rolli zunächst in Ruhe beschnuppern und kennenlernen. Belohne jedes entspannte und neugierige Verhalten. Die ersten Einheiten sollten eher kurz sein, damit dein Hund nicht überfordert wird.
Mit Leckerli, einem Lieblingsspielzeug oder einer vertrauten Bezugsperson kannst du ihn motivieren, die ersten Schritte zu machen. Viele Hunde merken recht schnell, dass ihnen der Rolli wieder mehr Bewegungsfreiheit ermöglicht. Wichtig ist, kleine Erfolgserlebnisse zu schaffen und die Übungseinheiten lieber kurz und dafür häufiger zu gestalten.
Nach jeder Nutzung würde ich kontrollieren, ob irgendwo etwas drückt oder scheuert. Manche Hunde laufen nahezu sofort los, andere brauchen etwas mehr Zeit, um Vertrauen zu fassen. Gib deinem Hund die Zeit, die er benötigt.
Ich finde auch den Hinweis von Yvonne sehr wichtig und möchte ihn gerne aufgreifen: Die Vorderläufe sollten ausreichend Kraft haben, um den Hund und den Rolli bewegen zu können. Wenn die Hinterhand eingeschränkt ist, müssen die Vorderläufe einen großen Teil der Arbeit übernehmen. Das sollte man bei der Nutzung des Rollis immer im Blick behalten.
Je nach Grunderkrankung kann es außerdem sinnvoll sein, begleitend physiotherapeutisch zu arbeiten. Physiotherapie kann helfen, Muskulatur zu erhalten, Beweglichkeit zu fördern und den Hund bestmöglich bei der Anpassung an seine neue Situation zu unterstützen.
Ich wünsche euch alles Gute und hoffe, dass der Rolli deinem Hund wieder ein großes Stück Lebensqualität und Bewegungsfreude zurückgibt.
