Informationen zu LIBRELA (Wirkstoff: Bedinvetmab)
Verfasst: 22. Februar 2026 09:06
Guten Morgen zusammen!
Ich habe hier ein paar Informationen zu Librela, das ja teilweise als "Wunderwaffe" sehr gelobt wird. Es soll gut und weitgehend nebenwirkungsarm arthrosebedingte Schmerzen bei Hunden lindern. Nur ein Mal pro Monat muss eine Spritze verabreicht werden, also eine elegante und wenig aufwändige Angelegenheit...
Was ist der Wirkstoff von Librela?
Zitat: "Bedinvetmab ist ein caniner monoklonaler Antikörper gegen den Nervenwachstumsfaktor (NGF) (EMEA 2021a, Demuth 1997a). Der Wirkstoff bindet an NGF, dadurch wird die Bindung von NGF an den zellulären Rezeptor Tropomyosinrezeptorkinase A (TrkA) der Nervenzellen verhindert. Dies führt zu einer Unterbrechung der Schmerzsignalübertragung und somit zur Linderung von Schmerzen im Zusammenhang mit einer Osteoarthrose bei Hunden (EMEA 2021b).
Eine multizentrische, placebo-kontrollierte Studie mit mit insgesamt 287 Hunden bestätigt die Wirksamkeit von Bedinvetmab in der zugelassen Dosierung (0,5 - 1,0 mg/kg einmal monatlich) in Bezug auf eine signifikante Linderung der Schmerzen, welche durch eine Osteoarthritis bedingt sind (Zoetis Belgium 2024a; Emmerich 2022a). Eine entsprechende, nicht kontrollierte Follow-Up Studie, die bis zu 9 Monate dauerte, zeigte eine anhaltende Wirkung der Bedinvetmab-Behandlung (Zoetis Belgium 2024a)." Das schreibt das Schweizer Institut für Veterinärphamakologie und -toxikologie an der Universität Zürich.
Dass Studien von Arzneimittelherstellern vor der Einführung eines neuen Medikaments in aller Regel ein recht positives Licht auf ihre eigene Sache werfen, ist allerdings auch nichts Neues. Sowas sollte man bei seiner eigenen Beurteilung immer im Hinterkopf behalten.
Nun gibt es eine Veröffentlichung einer deutschen Tierärztin, Frau Dr. Katrin Wontorra, in der besonders bei alten und kranken Hunden, die auch andere Medikamente bekommen, vor dem Einsatz dieser Spritze gewarnt wird. Es werden Kreuzreaktionen mit anderen gleichzeitig verabreichten Schmerzmitteln wie Rimadyl oder Metacam vermutet, die verheerende Folgen für das Tier und eine Verschlimmerung des Allgemeinzustandes haben können. Die obengenannten Studien von Zoetis seien allesamt ohne zusätzlichen Einsatz anderer NSARs durchgeführt worden. Wer den Artikel lesen möchte, findet ihn aktuell hier:
https://de.yahoo.com/style/deutsche-tie ... 00891.html
Frau Dr. Katrin Wontorra ist eine in Ratingen in NRW ansässige Tierärztin mit einem sogenannten ganzheitlichen Ansatz. Sie hat sich unter anderem durch ihre Kritik an diesem Arthrose-Medikament Librela inzwischen durchaus einen Namen gemacht hat. Von 2023 bis heute berichtet Sie über soziale Medien wie Facebook oder Instagram mehrfach von drastischen Nebenwirkungen und warnt vor Librela. Sie schreibt, dass sie Hunde behandelt hat, denen es nach der Injektion oft deutlich schlechter ging als vorher.
Sie bezeichnet das Medikament in sozialen Beiträgen auch schon als "Sch...-Librela" und warnt dort eindringlich vor einem zu häufigen oder unbedachten Einsatz, insbesondere bei hochgradigen Schmerzen, bei denen das Medikament ihrer Erfahrung nach oft nicht ausreiche und durch andere Schmerzmittel unterstützt werden müsse. Sie berichtet von Hunden, die apathisch wurden oder bei denen nach der Injektion neurologische Ausfälle, Bewegungs- oder Sehstörungen auftraten. Sie ist Gründerin der "Tierarztpraxis ohne Grenzen gUG" für bedürftige Menschen und hat den Goldenen Fressnapf 2024 gewonnen.
Wir haben damals bei Kitty auf den Einsatz von Librela verzichtet, weil unser alter Tierarzt sagte, ihm sei die Studienlage zu diesem "Wundermittel" noch viel zu dünn und man wisse noch nichts über die Wechselwirkungen mit anderen Schmerzmitteln. Das fand ich bemerkenswert. Ich hatte von ihm berichtet, als es um Kittys Diagnose Brustkrebs ging. Er musste dann krankheitsbedingt leider in den Ruhestand gehen, weswegen wir inzwischen bei unserer "neuen" Tierärztin sind.
Vielleicht ist all das ja für manche unserer Chihuahua-Kuschelbeauftragten hier von Interesse!
Viele Grüße von Erich und der ganzen Bande
Ich habe hier ein paar Informationen zu Librela, das ja teilweise als "Wunderwaffe" sehr gelobt wird. Es soll gut und weitgehend nebenwirkungsarm arthrosebedingte Schmerzen bei Hunden lindern. Nur ein Mal pro Monat muss eine Spritze verabreicht werden, also eine elegante und wenig aufwändige Angelegenheit...
Was ist der Wirkstoff von Librela?
Zitat: "Bedinvetmab ist ein caniner monoklonaler Antikörper gegen den Nervenwachstumsfaktor (NGF) (EMEA 2021a, Demuth 1997a). Der Wirkstoff bindet an NGF, dadurch wird die Bindung von NGF an den zellulären Rezeptor Tropomyosinrezeptorkinase A (TrkA) der Nervenzellen verhindert. Dies führt zu einer Unterbrechung der Schmerzsignalübertragung und somit zur Linderung von Schmerzen im Zusammenhang mit einer Osteoarthrose bei Hunden (EMEA 2021b).
Eine multizentrische, placebo-kontrollierte Studie mit mit insgesamt 287 Hunden bestätigt die Wirksamkeit von Bedinvetmab in der zugelassen Dosierung (0,5 - 1,0 mg/kg einmal monatlich) in Bezug auf eine signifikante Linderung der Schmerzen, welche durch eine Osteoarthritis bedingt sind (Zoetis Belgium 2024a; Emmerich 2022a). Eine entsprechende, nicht kontrollierte Follow-Up Studie, die bis zu 9 Monate dauerte, zeigte eine anhaltende Wirkung der Bedinvetmab-Behandlung (Zoetis Belgium 2024a)." Das schreibt das Schweizer Institut für Veterinärphamakologie und -toxikologie an der Universität Zürich.
Dass Studien von Arzneimittelherstellern vor der Einführung eines neuen Medikaments in aller Regel ein recht positives Licht auf ihre eigene Sache werfen, ist allerdings auch nichts Neues. Sowas sollte man bei seiner eigenen Beurteilung immer im Hinterkopf behalten.
Nun gibt es eine Veröffentlichung einer deutschen Tierärztin, Frau Dr. Katrin Wontorra, in der besonders bei alten und kranken Hunden, die auch andere Medikamente bekommen, vor dem Einsatz dieser Spritze gewarnt wird. Es werden Kreuzreaktionen mit anderen gleichzeitig verabreichten Schmerzmitteln wie Rimadyl oder Metacam vermutet, die verheerende Folgen für das Tier und eine Verschlimmerung des Allgemeinzustandes haben können. Die obengenannten Studien von Zoetis seien allesamt ohne zusätzlichen Einsatz anderer NSARs durchgeführt worden. Wer den Artikel lesen möchte, findet ihn aktuell hier:
https://de.yahoo.com/style/deutsche-tie ... 00891.html
Frau Dr. Katrin Wontorra ist eine in Ratingen in NRW ansässige Tierärztin mit einem sogenannten ganzheitlichen Ansatz. Sie hat sich unter anderem durch ihre Kritik an diesem Arthrose-Medikament Librela inzwischen durchaus einen Namen gemacht hat. Von 2023 bis heute berichtet Sie über soziale Medien wie Facebook oder Instagram mehrfach von drastischen Nebenwirkungen und warnt vor Librela. Sie schreibt, dass sie Hunde behandelt hat, denen es nach der Injektion oft deutlich schlechter ging als vorher.
Sie bezeichnet das Medikament in sozialen Beiträgen auch schon als "Sch...-Librela" und warnt dort eindringlich vor einem zu häufigen oder unbedachten Einsatz, insbesondere bei hochgradigen Schmerzen, bei denen das Medikament ihrer Erfahrung nach oft nicht ausreiche und durch andere Schmerzmittel unterstützt werden müsse. Sie berichtet von Hunden, die apathisch wurden oder bei denen nach der Injektion neurologische Ausfälle, Bewegungs- oder Sehstörungen auftraten. Sie ist Gründerin der "Tierarztpraxis ohne Grenzen gUG" für bedürftige Menschen und hat den Goldenen Fressnapf 2024 gewonnen.
Wir haben damals bei Kitty auf den Einsatz von Librela verzichtet, weil unser alter Tierarzt sagte, ihm sei die Studienlage zu diesem "Wundermittel" noch viel zu dünn und man wisse noch nichts über die Wechselwirkungen mit anderen Schmerzmitteln. Das fand ich bemerkenswert. Ich hatte von ihm berichtet, als es um Kittys Diagnose Brustkrebs ging. Er musste dann krankheitsbedingt leider in den Ruhestand gehen, weswegen wir inzwischen bei unserer "neuen" Tierärztin sind.
Vielleicht ist all das ja für manche unserer Chihuahua-Kuschelbeauftragten hier von Interesse!
Viele Grüße von Erich und der ganzen Bande